Die Costa Blanca

 

Auch die weisse Küste genannt. Sie beginnt südlich von Valencia und endet beim Mar Menor. Dort geht die Costa Blanca in die Costa Cálida über. Unterbrochen von der Steilküste um das Cap de la Nau (bei Javea) und den Kiesstränden nördlich von Denia, finden sich hier immer wieder Sandstrände. Die Costa Blanca ist überwiegend flach und sandig, das Wetter meist ausgezeichnet. Aber ebenfalls ist hier neben kleinen felsigen Erhöhungen viel Grün zu finden.


Ein angenehmes Klima mit mehr als 300 Tagen Sonnenschein findet man hier vor.

 

Alfas del Pi

 

Eine an der Küste zwischen Benidorm und Altea liegende, 1786 als Festung zur Abwehr gegen die Raubzüge der afrikanischen Berber gegründete Stadt, deren heutige Haupteinnahmen aus dem Tourismus bestehen. Die kleine Stadt hat an Sehenswürdigkeiten die 1784 vollendete Kirche Cristo del Buen Acierto zu bieten, auf deren Gelände eine Pinie wächst, die das Wahrzeichen der Stadt ist. Ebenfalls sehenswert ist die Anlage Castillo del Conde de Alfaz, ein Areal im mittelalterlichen Stil, mit Hotel und Ferienwohnungen. In dem dazugehörigen Restaurant hat man die Möglichkeit ein mittelalterliches Bankett zu genießen, während sich auf einer Kampfbahn ein Ritterturnier abspielt. Auch schön ist die Aussicht über das Mittelmeer vom Leuchtturm Faro de Punta Bombarda und der dabei stehende, 4m hohe Rest eines Wachtturms namens Torre Bombarda, gebaut zum Schutz gegen die Piraten.

 

Alicante 

 

Auf dem Landweg, über das Meer, mit dem Flugzeug: Jedes Verkehrsmittel ist geeignet, um in die sogenannte "Stadt des Lichts" zu kommen. Mit ihren über 3000 Jahren Geschichte, die sich in den Spuren verschiedener Kulturen widerspiegeln, bietet die Hauptstadt der Costa Blanca die unterschiedlichsten Landschaften und Kontraste, um die man sie nur beneiden kann. Eine Stadt mit Kulturszene, weitläufigen Gärten und Parks, Nachtleben und Handelszentrum. Darüber hinaus ihre Strände mit feinem Sand und zahlreichen Serviceleistungen. Und das ist längst nicht alles. Alicante engagiert sich auch weiterhin für das Wachstum der Stadt, mit neuen Projekten und großen Illusionen, um auch weiterhin und noch mehr als bisher, falls dies überhaupt möglich ist, das Urlaubsziel par excellence zu sein.

 

Altea

 

Die blau-weiße Kuppel der Pfarrkirche von Altea, die rosa Dachziegel und das weiße Mauerwerk sind eines der Wahrzeichen der Costa Blanca. Der alte Stadtkern mit seinen eng angeordneten Häusern und schmalen Gassen verleiht Altea einen zauberhaften Reiz und lädt zu einem Bummel ein. In Altea ist im Laufe der Zeit ein Paradies für Handwerker und Künstler entstanden, ihre Geschäfte und Verkaufsstände beleben die Strassen des alten Stadtkerns. Insgesamt sechs Kilometer Küste gehören zu Altea, Steilküste und Kieselbadestrände gehen ineinander über. Der Strand Playa de la Roda befindet sich direkt neben dem Ortszentrum. Umgeben ist Altea von der Sierra Bernia und wird überragt vom Berg Mascarat.

 

Benidorm

 

Das heutige Benidorm ist die Touristenhochburg der Costa Blanca schlechthin und im Prinzip auch nur für diesen Zweck gebaut worden. Iberer und später die Römer siedelten schon in diesem Gebiet. Aber die erste bedeutende Siedlung wurde von den Arabern in diesem Raum errichtet, die im Zuge der Reconquista um 1245 zwar unterworfen wurden, aber trotzdem noch bis ins 14. Jahrhundert Widerstand leisteten. In dieser Zeit nach 1325 wurde dann auf der Landspitze, die zwischen den zwei Stadtstränden Poniente und Levante liegt, eine Burg erbaut und es wurden die ersten Stadthäuser errichtet und der Fischfang wurde zur Hauptbeschäftigung des Ortes. Im 15. Jahrhundert war die Stadt Ziel zweier Seeräuberattacken, die Benidorm und die Burg schwer in Mitleidenschaft zogen und eine starke Abwanderungswelle zur Folge hatten. Was darin gipfelte, daß die Einwohnerzahl 1715 noch 216 Personen betrug, die allerdings bis 1794 wieder auf 2700 Personen anwuchs. Der spanische Unabhängigkeitskrieg (1807-1814) brachte dann das endgültige Ende der zwischenzeitlich wieder aufgebauten Burg mit sich, die von den französischen Truppen zerstört wurde. Noch erwähnenswert ist, daß das Piratenunwesen auch erst im 19. Jahrhundert nach verstärkten Bemühungen sein Ende gefunden hat. Um das Jahr 1870 hat der Ort dann mit der Eröffnung des ersten Kurbads den Tourismus als Einnahmequelle entdeckt und seit dem bis heute kontinuierlich ausgebaut. Bemerkenswert ist in dieser Beziehung, das Mitte der 1990er Jahre einer Einwohnerzahl von 50000 Personen eine Hotelbettenzahl von 30000 gegenübersteht.Bedingt durch die oben geschilderte Entwicklung Benidorms sind die Sehenswürdigkeiten der Stadt eher dünn gesäht. Es gibt den zwischen den zwei Stadtstränden liegende Aussichtspunkt am Standort des ehemaligen Castillos und die dahinter liegende Altstadt. Ansonsten gilt in Benidorm tagsüber am Strand oder in einer der vielen an der Promenade liegenden Bars und nachts in die Disco. Einen Besuch wert sind noch die Freizeitparks in Benidorm, über die Sie sich auf der Seite Freizeitparks an der Costa Blanca eingehend informieren können. Selbstverständlich kommen in dieser Stadt auch die Shopping-Begeisterten voll auf ihre Kosten, die Avenida de Mediterraneo, die Hauptstraße von Benidorm und ihre vielen Nebenstraßen bieten alles, was das Herz begehrt.

 

Benissa

 

Eine Stadt der Marina Alta mit einem schönen historischen Kern, der aus Häusern des 15. - 18. Jahrhunderts besteht. Im ältesten Gebäude der Stadt, La Lonja de Contratación, dem ehemaligen Rathaus und Handelsplatz, ist heute ein Heimatmuseum untergebracht. Auch sehenswert ist die Kirche Purissima Xiqueta und das Franziskanerkloster von Benissa. Im Umfeld der Stadt bieten sich viele sportliche Aktivitäten an; es gibt mehrere Reitvereine, einen Golfplatz und an den Stränden und Buchten, die teilweise von der hohen Steilküste eingerahmt werden, sind alle Arten von Wassersport möglich.

 

Calpe

 

Der beliebte Ferienort Calpe liegt zwischen Valencia (120 km) und Alicante (60 km), am Fuße des Peñón de Ifach, einem steil aus dem Meer aufragenden, 332 m hohen Vulkanfelsen. Von seiner Spitze genießt man einen unvergleichlichen Blick auf die Küste. Calpe selbst ist ein uralter, kleiner Fischerort, in dem sich noch einige Spuren von phönizischen, griechischen, römischen und arabischen Kulturen finden. Obwohl sich der Ort mittlerweile zu einem bekannten Ferienzentrum entwickelte, hat er sich einige Ursprünglichkeiten bewahrt, und auch heute noch gehen viele Fischer ihrem Beruf nach. Sehenswert die Fischauktionen im Hafen. Die Playa de Levante, der Hauptstrand außerhalb des Ortes, nördlich des Peñón de Ifach, ein 500 m langer, ca.20-30 m breiter, feiner Sandstrand, geht an beiden Seiten in Felsküste über. Daneben weitere kleine Sandstrände und Felsbuchten, u.a. die Playa del Puerto beim Ortszentrum. In Calpe und Umgebung gibt es ein sehr gutes Angebot für sportlich-aktiven Urlaub: Tennis, Reiten, Tauchen, Fischen, Windsurfen, Wasserski, Fallschirmfliegen, Segeljacht-Charter (z.B. Ibiza, Mallorca, Menorca). Jachthafen in La Canuta. Eine Attraktion ist der Freizeit- und Abenteuerpark Terra Mítica zwischen Altea und Benidorm mit Themen aus dem Wilden Westen und dem Mittelmeerraum. Für abendliche Unterhaltung sorgen die vielen Bars, Restaurants, Straßencafés, Nightclubs, Diskotheken.Die Stadt im Schatten des 332 m hohen Peñon de Ifach, ein im Meer liegender, zum Naturpark erklärter Felsen, der durch eine schmale Landzunge mit dem Festland verbunden ist. Unterhalb des Peñon liegen die Baños de la Reína, der Sage nach ein Bad für eine Königin, wahrscheinlich aber eher eine Fischzucht, erbaut im 4. bis 5. Jahrhundert und direkt neben den Resten einer römischen Villa. Auch sehenswert ist die Altstadt von Calpe und die Saline direkt an der Hauptstraße, an der man mit etwas Glück einige Flamingos beobachten kann.

 

Crevillente

 

Eine Industriestadt etwa 10 km von Elche und 30 km von Alicante entfernt, die sich hauptsächlich auf die Teppichherstellung spezialisiert hat. Weitere Wirtschaftszweige sind die Schuh-, die Holz-, Metall- und Baustoffindustrie und die Landwirtschaft mit Obstanbau, Weinbau, Zitrusfrüchten, Feigen, Granatäpfeln und Gemüseanbau. Im Ort gibt es die Kirche Iglesia de Nuestra Señora de Belén aus dem 18. Jhd., den Turm der alten Kirche aus dem 16.-17. Jhd. und das archäologische Museum der Stadt, in dessen Keller sich eine Sammlung von Gegenständen und Büchern aus Praxis und Labor des Arztes Dr. Fernando Mas Magro befindet, einem Einwohner von Crevillente, der für seine Forschungen 1953 für den Nobelpreis vorgeschlagen wurde. Ebenfalls sehenswert ist die Viacrucis/Paseo del Calvario aus dem 18. Jhd., der Kreuzweg, der in der Semana Santa, der Karwoche, der im Ort auch ein eigenes Museum gewidmet ist, eine bedeutende Rolle spielt.

 

Denia

 

Klima, Infrastruktur und Verkehrslage machen Denia zu einem beliebten Ferienort. Diese spanische Küstenstadt mit alten Traditionen hat das ganze Jahr über einen gewissen Reiz. Im Sommer ideal für Badeferien und im milden Winter können Sie Spaziergänge und ausgiebige Wanderungen unternehmen. Denia ist eine lebhafte, farbige und lebensfrohe Stadt am Mittelmeer, was sich vor allem in den Strassen und den Menschen widerspiegelt. Denia hat etwa 30.000 Einwohner. Ausserdem sind noch die zahlreichen Langzeiturlauber und ausländischen Residenten hinzuzuzählen, für die Denia ein beliebtes Ziel ist. Hier begegnet man Bewohner fast aller Nationalitäten, die Denia des Klimas wegen ( jährliche Durchschnittstemperatur 19°C) zu ihrer neuen Heimat auserkoren haben. Denia bietet denselben Komfort und Service wie eine Grossstadt und gleichzeitig die gemütliche ursprüngliche Atmosphäre.

 

El Campello

 

Das Wahrzeichen der 15 km nördlich von Alicante gelegenen Stadt ist der Wachturm aus dem 16. Jahrhundert, der sich direkt neben dem Hafen befindet. Im Meer vor dem Turm liegt eine kleine Halbinsel, die nur durch einen schmalen Weg mit dem Festland verbunden ist. Ihr Name ist Isletta de los Baños de la Reina und auf ihr befinden sich archäologische Ausgrabungen, die auf die Zeit der Iberer, der Griechen und der Römer datiert werden. Ebenfalls einen Besuch wert ist die Fischauktion im Hafen von Campello, in der Lonja de pescado, bei der von Montag bis Freitag der frische Fang direkt an das Publikum verkauft wird. Im Bereich Campello gibt es mehrere Strände und Buchten, die allerdings oft nur einen Kiesstrand besitzen. Wer einen feinen Sandstrand bevorzugt, sollte den Stadtstrand von Campello besuchen. An der dahinter liegenden Promenade kann man auch sehr gut spazieren gehen und in einem der dortigen Restaurants die heimischen Meereserzeugnisse probieren.

 

Elche

 

Nach Alicante die zweitgrößte Stadt der Costa Blanca und mit über 300.000 Palmen der südlichste Palmengarten Europas, der von der UNESCO auch zum Weltkulturgut erklärt wurde. Elche ist auch die Stadt der Schuhe, da die Hälfte der in Spanien hergestellten Schuhe aus der Gegend um Elche stammt. Begonnen hat die Geschichte der Stadt ca. 2 km südlich des heutigen Elche mit einem etwa 600 v. Chr. von den Iberern gegründeten Ort namens Helike, auf dessen Gebiet man auch einen der bedeutendsten archäologischen Funde der spanischen Geschichte machte: die Dame von Elche. Eine Kopie dieser Büste und andere Fundstücke aus der iberischen und römischen Geschichte von Elche kann man im archäologischen Museum MAHE, im Palacio de Altamira besichtigen, dem historischen Sitz der Stadtherren zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert. Weitere historische Gebäude der Stadt sind der Torre de la Calahorra, einst der Turm zur Verteidigung des wichtigsten Stadttores, dem Tor zur Straße in Richtung Alicante, erbaut zwischen dem 12. und 13. Jhd., das Rathaus von Elche, das älteste Rathaus an der Costa Blanca, dessen Bau von 1441 bis 1444 ausgeführt wurde und das einst ein Teil der Stadtmauer von Elche war, der Turm Torre de Calendura, in der Nähe des Rathauses, mit einer Uhr aus dem Jahre 1572 und einem Schlagwerk bestehend aus zwei Figuren, die zu den vollen Stunden und Viertelstunden schlagen, die Kirche Basilica de Santa María, in der das bekannte Misterio de Elche jedes Jahr am 14. und 15. August aufgeführt wird und das Kloster Convent of Nostra Senyora de la Mercè, in dessen Inneren sich ein zu besichtigendes arabisches Bad aus dem 12. Jahrhundert befindet. An Museen hat die Stadt noch das Museo Municipal de la Festa, in dem den Besuchern die Geschichte des Misterios de Elche nahegebracht wird, das Museum Museo del Palmeral, gewidmet den Palmengärten von Elche, das Museo Paleontológico mit Urzeitfunden und, etwa 2 km von Elche entfert, das Museo de la Alcudia, der Fundort der Dame von Elche und weiterer archäologischer Kostbarkeiten, wie Funden aus der Bronzezeit, Skulpturenfragmente und andere Zeugnisse der Iberer und der Römer. Um einen Eindruck über die Palmenvielfalt Elches zu erhalten, sollte man den Park Huerto del Cura besuchen. Hier kann man zum Beispiel eine siebenarmige Palme betrachten, die von Sissi, der österreichischen Kaiserin Elisabeth, schon 1894 bei einem Besuch in Elche bewundert wurde.Badefreunden hat Elche noch einen schönen Strand zu bieten, der allerdings von der Stadt selbst etwas weiter entfernt, zwischen Alicante/El Altet und Santa Pola liegt. Wer sich aber die Mühe macht, ihn zu besuchen, kommt in den Genuß einer Dünenlandschaft, die in dieser Form an der gesamten Costa Blanca nicht noch einmal zu finden ist.Erreichen kann man Elche über die Autobahn Alicante-Murcia. Elche ist etwa 23 km von Alicante und 65 km von Benidorm entfernt.

 

Finestrat

 

Ein kleiner Ort mit großem Berg, eine einfache, aber zutreffende Umschreibung für Finestrat, einem Ort, der sich auch heute noch einen großen Teil seiner Ursprünglichkeit erhalten hat und sich mit seinem nur 2 km langen Küstenstreifens selbst als Einheit aus Meer und Gebirge sieht. Direkt hinter Finestrat erhebt sich der Puig Campana, der mit seinen über 1400 m Höhe zweithöchste Berg der Costa Blanca und ein beliebtes Ausflugsziel für jeden Naturliebhaber. Finestrat lebt heute hauptsächlich von der Landwirtschaft und dem Tourismus. Zu erreichen ist der Ort über die Nationalstraß N-332 und die Autobahn AP-7. Die Entfernung zu Alicante beträgt etwa 40 km.

 

Gata de Gorgos

 

Eine Ortschaft 83 km von Alicante und 13 km von Denia entfernt und berühmt für seine Handarbeiten und Flechtwaren aus Espartogras, Palmfasern und Olivenholz. Neben diesem Handwerk, dessen Erzeugnisse man in den an der N-332 angrenzenden Geschäften bewundern kann, leben die Einwohner Gatas von der Landwirtschaft.

 

Guardamar del Segura

 

Eine junge, erst Mitte des 19. Jahrhunderts erbaute Stadt, die trotzdem auf eine sehr lange Tradition zurückblicken kann. Die Bebauung des heutigen Guardamar begann nach einem schweren Erdbeben von 1829, das die alte Stadt um die aus dem 12. Jhd. stammende Burg, komplett zerstörte, worauf die Einwohner die Siedlung etwas weiter in Richtung Meer verlegten. Hier zeigte sich allerdings gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein neues Problem, in Form von Sanddünen, die die Stadt zu begraben drohten. Deshalb wurden im Nordosten der Stadt bis in die 30er Jahre des 20. Jhd. über 800 ha Dünen konsequent mit Pinien, Eukalyptus und Palmen bepflanzt, woraus dann die Parks Parque Alfonso 13. und der Parque Reina Sofia hervorgingen, der mit seinen Teichen und Wasserfällen und vielen einheimischen Pflanzen zu einem Besuch einlädt. An diese Bepflanzungsaktion und die dabei beteiligten Menschen möchte auch das Museum über den Ingenieur Francisco Mira erinnern, das am Rathausplatz von Guardamar steht. Ein weiteres sehenswertes Museum ist das archäologische, völkerkundliche und paleontologische Museum der Stadt, welches im Casa de Cultura zu finden ist. Hier sind Fundstücke zu sehen, die man bei Ausgrabungen in den Dünen von Guardamar entdeckt hat, unter anderem eine Kopie der mit der bekannten Dame von Elche vergleichbaren Büste, die 1987 entdeckte Dama de Guardamar, auch iberischer Herkunft, aber noch älter als ihr berühmtes Gegenstück. Das Original ist im archäologischen Museum MARQ in Alicante ausgestellt. Auch die Ausgrabungsstätten in den Dünen in der Nähe des Hafens an der Mündung des Segura kann man besuchen, hier gibt es seltene Reste von Bauten der Iberer und Phönizier und ganz in der Nähe auch noch die Reste eines maurischen Klosters aus dem 10. Jahrhundert.Der Ort ist ca. 40 km von Alicante entfernt und am besten über die Nationalstraße N-332 zu erreichen.

 

Jalon

 

Diese Gemeinde ist aus dem Zusammenschluß mehrerer Bauernhöfe der maurischen Zeit im Val de Pop, etwa 75 km von Alicante entfernt, entstanden und steht auch heute noch zu seiner Tradition mit Bodegas, die zur Weinprobe einladen, Rosinen aus eigener Produktion und sehr guten Mandel- und Honigprodukten. Ebenso findet in Jalón jeden Samstag entlang des Rio Gorgos oder hier Rio Jalón genannt, ein an der gesamten Küste bekannter Flohmarkt statt, auf dem man vor allem Antiquitäten findet. Sehenswert ist die Kapelle Ermita de Santo Domingo aus dem 17. Jahrhundert, die Kirche Iglesia de la Natividad de Nuestra Señora und die Höhlen Cova de les Maravelles mit prähistorischen Funden und Cova del Mançano mit Höhlenmalereien. Ebenso gibt es ein Wein- und ein ethnologisches Museum in Jalon.

 

Jávea

 

Der Ort, am südöstlichen Ende des über 750 m hohen Berges Montgó ist heute eine Hochburg für Touristen, ein beliebter Altersruhesitz für nordeuropäische Senioren und der Anteil der in Jávea angemeldeten Ausländer liegt bei über 50% der Gesamtbevölkerung. Die Geschichte von Jávea beginnt mit den Griechen, die in der Nähe des Cabo de la Nao die erste Siedlung namens Xabia gründeten, was auch heute noch der valencianischen Schreibweise des Ortes entspricht. Ihre Spuren haben hier auch die Karthager, die Römer und die Araber hinterlassen. Exponate aus allen Epochen sind im archäologischen und Völkerkundemuseum von Jávea, am Plaza dels Germans Segarra, 1 ausgestellt. Von der Vergangenheit des ursprünglich zum Schutz vor Piratenangriffen ca. 2 km vom Meer entfernten Ortes zeugen auch verschiedene Bauwerke Jáveas, zum Beispiel der aus dem 14. Jhd. stammende Turm En Cairat, ein Teil der bis 1877 vorhandenen Stadtbefestigung, wie die Stadttore Puerta de la Mar, San Vicente del Ferrer und Sant Jaume. Im sehenswerten Stadtkern von Jávea findet man die Kirche Iglesia de San Bartolomé aus dem 16. Jhd. und verschiedene bemerkenswerte Gebäude, wie den Palast Palau de Antoni Banyuls und den Palau dels Sapena, das über einer 1374 erbauten Kapelle errichtete Mönchskloster Monasterio de Nuestra Señora de los Angeles und die Kapelle de Santa Ana, die einen Teil des am Anfang des 16. Jhd. zum Schutz vor der Pest gebauten Hospitals bildet. In Richtung Strand, westlich des Hafens von Jávea steht die 1967 gebaute, moderne Kirche Nuestra Señora de Loreto, deren Stahlbetonbau einem Schiff ähnelt. In der Nähe am Strand findet sich auch ein auf 156 m Länge vom Meer aus in den Felsen geschlagener Kanal mit 2 m Breite und bis zu 4,5 m Tiefe, der die Verbindung zu den früheren Salinen von Jávea darstellte, in denen Salz gewonnen wurde, daß hauptsächlich zur Haltbarmachung von Fischen benutzt wurde. Jávea verfügt an seinem etwa 20 km langen Küstenstreifen über Sandstrände, kleine, teilweise nur vom Meer aus erreichbare Buchten und mehrere Grotten, die zum Baden und Tauchen einladen und über eine sehenswerte Steilküste mit verschiedenen alten Wachtürmen.Weiter im Landesinneren gibt es die typischen landwirtschaftlichen Anbauflächen mit Getreidefeldern, von deren früheren Verarbeitung noch die Reste verschiedener Windmühlen zeugen, Zitrusfrüchte und Weinanbau. Die Herstellung von Rosinen war bis ins 19. Jhd. ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Jávea, von dem heute noch die "riu-raus" zeugen, vor allem in der Gegend der Marina Alta vorkommende Anlagen zur Trocknung der Weintrauben.Nach dem etwa 90 km von Alicante entfernten Jávea kommt man am besten über die AP-7, Ausfahrt Benissa oder über die N-332 von Gata de Gorgos aus.

 

La Nucia

 

Ein eigentlich relativ ruhiger Ort im Hinterland von Benidorm, der wahrscheinlich heute noch nicht sehr bekannt wäre, wenn nicht ein findiger schwedischer Barbesitzer 1982 auf die Idee gekommen wäre, hier einen Flohmarkt zu veranstalten um den Umsatz seines Lokales etwas anzukurbeln. Hieraus entstand einer der größten Rastros der Costa Blanca und jeden Sonntag vormittag tummeln sich in La Nucia viele Touristen und Sonntagsausflügler um die laut Aussage des Rathauses bis zu 700 Verkaufsstände. Neben dem Tourismus lebt La Nucia hauptsächlich von der Landwirtschaft mit den für die Region typischen Mandeln, Oliven, Mispeln und Zitrusfrüchten.In La Nucia lohnt sich ein Besuch der 1803 erbauten Kapelle Ermita de San Vicente Ferrer und der Ermita de San Rafael, des alten Gemeinschaftswaschplatzes von 1924 und des Parkes Font la Favara mit seinem Wasserfall und der typischen mediterranen Vegetation. Auch lohnenswert ist ein Ausflug auf den Mont del Calvari, von dem aus man eine schöne Aussicht über La Nucia und das angrenzende Umland bis zum Mittelmeer hat.Zu erreichen ist der etwa 50 km von Alicante entfernte Ort La Nucia über die Autobahn AP-7 oder die Nationalstraße N-332 bis Benidorm, von wo aus man dann auf die CV-70 in Richtung Callosa de Ensarriá abbiegt.

 

Moraira

 

Traditionen werden in Teulada – Moraira groß geschrieben. Besonders der tägliche Fischmarkt in Moraira, der zu einem der bedeutendsten der Costa Blanca zählt, erfreut sich regen Interesses und vieler Besucher. Ein weiteres Highlight ist der einheimische Wochenmarkt. Hier erhält man alles, was das Herz begehrt. Von verschiedenen Gewürzen und Kräutern über Kleidung und Nahrungsmittel. Der Wochenmarkt ist überregional bekannt und es herrscht stets ein buntes Treiben. In den Städten findet man jedoch auch viel Geschichte. Das Castillo Moraira zum Beispiel befindet sich auf einer felsigen Anhöhe und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Von dort aus hat man einen sagenhaften Ausblick über die gesamte Bucht. Auch der Wachturm „Cap d’ Or“ gehört zum kulturhistorischen Erbe der Stadt und lohnt eines Besuches. Ebenso wie die Pfarrkirche der Mare de Déu dels Desemparats aus dem Jahre 1878. In und um Teudala – Moraira kann man noch vieles entdecken. Ob zu Fuß, Rad oder mit dem Auto – die Region ist eine der spannendsten Urlaubsregionen Spaniens. Die bezaubernde Natur und das historische Vermächtnis aus vergangenen Tagen lassen jeden Urlaub einzigartig werden. Hier vermischen sich Kultur und Abenteuer zu einem unvergesslichen Erlebnis. Einen Urlaub in Moraira sollte jeder einmal erlebt haben.

 

Pedreguer

 

Eine sehr traditionelle Gemeinde direkt an der Autobahn AP-7, etwa 85 km von Alicante entfernt im Norden der Costa Blanca ,vom Tourismus noch nicht so stark berührt und wirtschaftlich mehr von der Landwirtschaft, dem Handwerk und der Industrie geprägt, wobei die wichtigsten Sektoren in der Lederverarbeitung, der Möbelherstellung und der Baustoffindustrie zu finden sind. Die Geschichte des Ortes Pedreguer lässt sich sehr weit zurückverfolgen und es gibt archäologische Funde aus der Bronzezeit, der Iberer, Römer und Araber. Sehenswert in Pedreguer ist die Kirche Iglesia de la Santa Cruz, deren Ursprung auf das 15. Jhd. zurückgeht und die, wie so viele Kirchen der Costa Blanca, wahrscheinlich auf den Resten einer maurischen Moschee errichtet ist. Gebaut ist die Kirche in der klassischen lateinischen Kreuzform mit fünf Kapellen und bemerkenswert in dem Gebäude ist die 1997 von dem deutschen Orgelbauer Gerhard Grenzing installierte Orgel. Gegenüber der Kirche liegt auch noch das sehenswerte Gebäude „Porxens“. Am Stadtrand findet man die mehrfach restaurierte Kapelle Capilla del Santo Cristo del Calvario oder Capelleta de Sant Blai aus dem 18. Jhd., die zuletzt nach einem Brand 1998 wieder hergerichtet wurde. Auch einen Besuch wert sind die, auf dem Hügel Muntanyeta dels Molinets neben der Autobahn liegenden Ruinen von zwei Windmühlen aus dem Jahr 1850, datiert nach dem Stein im Türsturz der einen Mühle und die hinter der grösseren Mühle liegende, aus dem Felsen geschlagene Zisterne, die im Südwesten der Stadt gelegenen Reste der Burg Castellet de l'Ocaive aus dem 12.-15. Jahrhundert, die Höhlen Coves de les Migueles und die Schlucht Barranc de la Font mit ihren Quellen. Auch noch zu erwähnen ist, daß jeden Sonntag von 8.00 Uhr – 14.00 Uhr im Industriegebiet an der Autobahn ein großer Straßenflohmarkt stattfindet.

 

Pego

 

Fast 100 km von Alicante entfernt und über die Autobahn AP-7 oder die Nationalstrasse N-332 gut zu erreichen, liegt im Norden der Costa Blanca, etwas abseits der Küste die Stadt Pego zwischen den sie umgebenden Bergen und einer Moorlandschaft namens La Marjal, die den Ort gegen die Küste abgrenzt. Dort werden durch die Stadt Pego organisierte Bootstouren veranstaltet und hier wird heute, allerdings nur noch in geringen Massen, Reis angebaut. Die Wirtschaft Pegos stützt sich neben dem Reis hauptsächlich auf den Anbau von Zitrusfrüchten, vor allem die Kultivierung von Orangen.In Pego empfiehlt sich ein Besuch des Stadtkerns mit einigen Resten der mittelalterlichen Stadtmauer, die leider im spanischen Erbfolgekrieg Anfang des 18. Jhds. zerstört wurde, der Kirche Iglesia de la Asunción de Nuestra Señora aus dem 16. Jhd., die auf den Resten der früheren Kirche erbaut wurde, die wiederum über der früheren Moschee der Mauren errichtet wurde. In der Kirche gibt es ein sehenswertes Altarbild aus dem Jahr 1950 und weitere Kunstobjekte, die vorwiegend aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammen. In der Nähe der Kirche findet man auch die Kapelle Capilla del Eccehomo aus dem 18. Jhd. und das Franziskanerkloster Convento de la Sagrada Familia. Ebenfalls sehenswert sind das Museum für moderne Kunst, das etnografische Museum der Stadt und die vielen Kapellen, die Pego umgeben, zum Beispiel die Ermita de San Antonio und die Ermita de San Miguel. Im Umland von Pego gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, wie die Ruinen der Burg Castillo de Ambra im Süden der Stadt in der Sierra de Médiadía. Eine maurische Burganlage aus dem 13. Jhd., die nicht als Herrschaftssitz von Grafen oder Baronen diente, sondern zum Schutz der umliegenden Landbevölkerung gebaut wurde.

 

Polop

 

Etwas über 50 km von Alicante entfernt, an der Straße von Benidorm nach Callosa de Ensarriá liegt der Ort Polop, ehemals Hauptstadt der Marina Baja und auch bekannt durch den spanischen Schriftsteller Gabriel Miró (1879-1930), der hier lebte.Das früher hauptsächlich von dem Anbau von Oliven, Mandeln, Zitrusfrüchten und Mispeln lebende Polop vollzieht in den letzten Jahren einen starken Wandel hin zum Tourismus als Einnahmequelle. Eine Folge davon ist sicher auch die Verdopplung der Einwohnerzahlen zwischen 1900 und heute.  Sehenswert in Polop ist der (geschlossene) alte Friedhof mit den darüber liegenden Resten der Burg von Polop aus dem 12. Jhd., die von den Mauren erbaut wurde. Ebenso das Museo del Alambre (Drahtmuseum) mit seinen Skulpturen und der Sótano Medieval mit einer Ausstellung von antiken Keramikgegenständen, altem Spielzeug, Werkzeug und Gebrauchsgegenständen. Desweiteren gibt es in Polop noch die aus dem 18. Jhd. stammende Kirche Iglesia de San Pedro und als wahrscheinlich wichtigste Sehenswürdigkeit einen Brunnen namens Font dels Xorrets mit 221 Wasserauslässen, an dem sich auch viele Leute ihr Trinkwasser für Zuhause holen.

 

 

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